Künstlerischer Ansatz Informell

Der Dialog der Farben bestimmt Franklins Arbeiten. Ihre  Werke folgen keinem konsequenten, systematischen stilistischem Muster, sondern entstehen aus der Spontaneität. Sie folgen dem Prinzip der Formlosigkeit und Prozessen des Unbewussten. In Franklins Arbeiten werden im Spannungsfeld von Formwerdung und Formauflösung Lebensgeschichten erzählt, die Energie und Dynamik ausstrahlen.

Franklin arbeitet bevorzugt in Serien oder Bildfolgen, wobei die einzelnen Motive einer thematischen Folge stets in sich geschlossene Arbeiten sind und sowohl alleine, als auch in beliebiger Kombination wahrgenommen werden können.

Franklins bisheriges Œuvre zeigt Dimensionen auf, die  jenseits der Sichtbarkeit einer fotogenerierten und technologischen Bilderflut unseres Alltagslebens liegen.

 

Die Bildfindungen unterliegen einem spontanen, in der Form offengelassenen Prozess, der die Komposition, die Bildelemente und den Aufbau bestimmend wird. Expressive Abstraktionen entstehen im intuitiven Handeln, welches auf die reine Ausdrucksform zielt. Das Zufällige, unkontrolliert Entstandene verdichtet sich zu einer verwobenen, gestalterischen Einheit, wird dabei immer mehr zum Bestimmten.

Bild "ceci n´est pas un citron", Öl und Pigmente auf Leinwand, 100 x 145 cm | 3900 € | Yo+ 2017


Interview zur neobayerischen Popart

Aus dem Interview mit C. Koller:

Die Münchner Künstlerin Jutta Franklin nimmt mit Witz und Ironie urbayerische Ikonen, Schickeria und Markenkult ins Visir.

 

Frau Franklin, Sie machen neobayerische PopArt, wie kamen Sie dazu?

Es ist ein Teil meiner Biographie. Zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle, dem Song „Skandal im Sperrbezirk“ und „Die Sennerin vom Königssee“ schnitt ich den Saum meiner Dirndl ab, nähte einen kurzen Petticoat und ersetzte das biedere Seidentuch durch ein Arafat Tuch. Vor einigen Jahren arbeitete ich bei einem großen Münchener Partykönig und es hieß „bayerisch muss es sein, aber mach es neu, witzig, verrückt“. Ein Jahr später malte ich meine ersten blauen Hirschen.

Was verstehen Sie unter diesem Kunstbegriff?

Neobayerische PopArt ist neu interpretierte Folklore, Tradition. In der Musik macht es Andreas Gabalier, in der bildenden Kunst ist es die Reaktion auf die intellektuelle Kunstform.PopArt wendet sich dem Trivialen in einer Verknüpfung von Realität und Kunst zu.

Was genau zeichnet Ihre Arbeiten aus?

Meine neobayerischen Arbeiten sind biographisch und visualisieren dies in vielschichtiger Machart. Meine „Erkennungszeichen“ sind in dieser Kombination Hirsch, Typographie, Collage, Malerei.

Sie nehmen die Schickeria und den Markenkult auf die Schippe, warum?

Vor meinem Kunststudium habe ich in der Spitzengastronomie gearbeitet und da ist die Schickeria keine Unbekannte. In München ist vieles schön und es herrscht ein großer Wohlstand. Ich sehe das auch an meinen vier Kindern, die im Münchener Süden in die Schule gehen. Der Markenkult ist bei den Kids und nicht minder bei deren Eltern sehr ausgeprägt. Ich bringe da gerne etwas Unordnung hinein, um mit Augenzwinkern zum Denken anzuregen. So habe ich zum Beispiel mal das geklonte Schaf Dolly mit als rosa Prada Schaf auf der Maximilianstraße gemalt – da gibt es viele von der Sorte ;-)

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